Vor etwa zwei Jahren, Anfang 2020 begann ich sämtliche Fotographien meiner Grosseltern zu digitalisieren.
Eines der ersten Sammlungen, die nun vollständig sind ist dieses kleine Album meines Grossvaters, Helmut Linder. Es enthält beinahe Hundert Fotographien in kleinem Format, rund 5-7 cm x 5-10 cm.
Es mir nun eine grosse Freude dieses Album als fotographisches Gedächtnis in Buchformat zu veröffentlichen!
Russlandalbum
Dieses Fotoalbum erzählt die Erfahrungen von Helmut Linder anhand seiner Fotoaufnahemn wärend des Russlandfelzuges, wie er trotz allem nie sein Lächeln und seine Liebe zu Menschen aller Art verlor.
Seine Enkelin Tabea Hirzel hat eine Auswahl dieser Sammlung auch als gedruckter Band und digitales Buch herausgegeben, angereichert mit ihren Erinnerungen an die Geschichten, die Helmut zu erzählen pflegte, und einigen historischen Fakten, die diese in den historischen Kontext stellen.
Das Album ist in drei verschiedenen Sprachen und diversen Formaten auf Amazon erhältlich.
Das editieren dieses Buches hat mir viele schöne Erinnerungen and meine Kindheit zurückgebracht.
Aber es war auch eine besonders schwierige Aufgabe, da ein grosser Teil der Arbeit mit dem Beginn des Konfliktes in der Ukraine 2022 zusammen viel.
Ich hoffe, es ist mir gelungen, den Geist meines Grossvaters, den ich nie mit negativen Gedanken oder Ressentiment erlebt habe.
Es ging mir darum den Menschen die auf den meisten der Fotos meines Grossvaters abgebildet sind eine Geschichte zu geben, den Krieg ein bischen aus Ihrem Blickwinkel zu Erfahren und die vielen Ortschaften, die wir aus den vergangenen Jahren nur von Urlaubsaufenthalten oder Erasmus-Programmen kennen, in letzter Zeit leider auch wieder auf Grund der dort geführten Schlachten, in einen historischen Kontext zu setzen.
Mein Grossvater hat nie über die Vergangenheit geurteilt. Es ist schwer zu sagen, warum. Doch ich denken, vieles überstieg einfach die Fähigkeit der Menschen, es richtig einzuordnen. Und nun, mit der richtigen emotionalen Disanz, ist das Gedächtnis in Gefahr sich im Vergessen und der Gleichgültigkeit zu verlieren.
Dieses Buch ist den vielen namenlosen Gesichtern Europas gewidmet, und den Menschen dieser Welt, all denen, die Kriege führen und darunter leiden, die nach den Kriegen die Folgen tragen, den Schwestern und Brüdern , Väter und Mütter, Töchter und Söhne, die ihr Leben für eine Sache gelassen haben, die sie nicht vollständig verstehen, kämpfen um einen Hoffnungsschimmer, der niemals das bringt, was erwartet wurde.
Dieses Buch ist dem Leben gewidmet, das stärker ist als Angst und Hass, der Ehrfurcht vor dem Leben, das keine Hoffnung braucht, sondern jetzt handelt.
Tabea Hirzel, die Editorin.


